„Was tun Sie“, fragt Julia Nonne, „wenn Sie jemanden erwischen, der versucht, illegal nach QualityLand einzureisen?“
„Nun“, sagt der Qualitätssicherer. „Wir chippen ihn und entlassen ihn dann wieder in die freie Wildbahn. Natürlich mit der Warnung sich nicht noch einmal hier blicken zu lassen.“
„Was genau heißt chippen?“
„Wir pflanzen ihm einen Ortungschip in die Arschbacke, der Alarm schlägt, falls sich sein Träger je wieder unseren Grenzen nähern sollte.“
„Was würde dann passieren?“
Der Qualitätsicherer lacht.
„Ich weiß, worauf sie hinaus sie hinauswollen, aber entgegen allen Gerüchten wenden wir keine Gewalt an. Das überlassen wir unseren internationalen Kooperationspartnern.“
„Sie selbst haben also noch nie …“
„Nun ja. Einmal habe ich einen vom Boot geschubst. Mehr war nie. Das war eigentlich eine ganz witzige Geschichten. Der Typ, den ich da geschubst hatte, der konnte unsere Sprache nicht, doch aus irgendeinem Grund kannte er das Titellied von diesem alten Schnulzfilm. Sie wissen schon … ‚Titanic‘. Während er im Meer strampelte, hat der komische Vogel also eine Art lautmalerische Version von My Heart Will Go On gesungen. Meine Kollegen und ich haben uns gar nicht mehr eingekriegt. Es war urkomisch.“
„Was glauben Sie, warum er dieses Lied sang?“
„Keine Ahnung. Wer versteht diese verrückten Ausländer schon?“
„Glauben Sie, es könnte als Hilferuf gemeint gewesen sein? Vielleicht konnte er nicht schwimmen.“
Der Qualitätssicherer blinzelt leer. „Vielleicht … ja, möglich. … Der Typ war auch plötzlich verschwunden …“ Der Qualitätssicherer macht eine Denkpause. „Wäre ich aber im Leben nicht drauf gekommen.“
















Wir nennen es das Netz…
…weil wir darin gefangen sind.
…weil wir darin gefangen sind.